Diakonisch - soziales Schulprofil

Intergenerationelle Schulprojekte

Das Projekt „Kräuter und Heilpflanzen der Klasse 3B“
(Mag. Theresa Bergmair, Mag. Almut Krenn)

Als gemeinsames Projekt aus den Fächern Biologie und Geschichte beschlossen wir uns näher mit der Thematik Kräuter und Heilpflanzen auseinanderzusetzen. Die SchülerInnen erhielten in beiden Fächern Materialien und Informationen mittels neuer Medien und gestalteten in Gruppenarbeiten Plakate zu ihren Pflanzen. Vom Salbei bis zur Pfefferminze, von heilenden Tees und Salben bis zu verschiedenen Kochrezepten wurde alles analysiert und bildlich dargestellt. Die Plakatpräsentationen wurden geprobt, um dann in allen drei Hausgemeinschaften den älteren BewohnerInnen vorgestellt zu werden. Es war ein voller Erfolg: Eindrucksvoll schilderten die SchülerInnen ihr Spezialwissen über die jeweiligen Kräuter und hörten mittels Fragebogen auch so mancher interessanten Geschichte von damals zu. Von Interesse war auch das Kräuterrätsel, das von den intergenerationellen Lerngruppen erst nach einiger Zeit gelöst werden konnte, denn schließlich galt es eine Reihe von getrockneten und zerkleinerten Kräutern am Geruch zu erkennen.
Die anschließende Begeisterung der SeniorInnen und die schönen Gespräche nahmen wir gerne für die nächste Projektplanung mit!

 

Das Projekt und die Ausstellung „Miteinander leben – voneinander lernen“
( Mag. Renate Ritscher, Mag. Almut Krenn)

SchülerInnen gestalten im Unterricht mit Frau Mag. Ritscher eine tolle Ausstellung zum Thema „Miteinander leben – voneinander lernen“. Gemeinsam versuchen wir diese Ausstellung auch BewohnerInnen der Hausgemeinschaften näher zu bringen und richten ein kleines Abholservice ein, um die Werke direkt am Schulstandort bewundern zu können. Die KünstlerInnen erklären ihre Werke, ihre Motivwahl und sprechen über die Bedeutung der Bilder für sie selbst.
Die SeniorInnen stellen Fragen zu ihren Arbeiten und genießen die Farbenpracht und Vielfalt der Stücke. Vorab haben SchülerInnen in der unverbindlichen Übung Geragogik in den Hausgemeinschaften ihre Bilder zum Thema „Baum“ vorgestellt und Baumgedichte gelesen. Auch haben wir über verschiedenste Farben und deren Bedeutung gesprochen. Am Ende der Stunde haben wir gemeinsam die „Regenbogengeschichte“, die Toleranz vermittelt und die Einzigartigkeit des Einzelnen und den gegenseitigen Respekt betont, gelesen.

Farbliche Impressionen von uns:

 

Ausstellung „Miteinander Leben – voneinander lernen“ 2008
(Mag. Renate Ritscher)

Im BE- und Werkunterricht haben wir uns der spannenden Aufgabe gestellt, uns mit dem Thema „Miteinander leben — voneinander lernen“ auseinanderzusetzen, das diesjährige Motto des in unserer Schule stattfindenden Gustav Adolf Festes 2008.

Im Folgenden einige kurze Beschreibungen zu den ausgestellten Werken:

Im Werkunterricht der 2. Klasse entstand eine 50x75cm hohe und wunderschöne Holztafel mit dem gelb-violetten Kreuz der evangelischen Kirche und dem Motto.

In 2. und 3. Klassen entstanden Aquarelle und Linoldrucke in einer reichen Vielfalt. Die SchülerInnen versuchten in ihrem eigenen Leben nachzuforschen, wo sie „miteinander leben und voneinander lernen“, wo solche Schnittpunkte des Lebens sind, wo Menschen füreinander da sind und einander ein Segen sein können. Bilder entstanden zu den Themen Familie, Freizeit, Umgang unter Freunden oder Alltag in der Schule und Beruf, aber auch biblische Geschichten.

Ein Schüler stellt eine Weltkugel dar, die von einer Hand sorgfältig umschlossen wird. Ein Bild, das ausdrücken möchte, dass unsere Welt unter dem besonderen Schutz Gottes steht.
Ein anderer Schüler wollte seine Dankbarkeit für sein tägliches Essen ausdrücken und entwirft das Bild „Danke für die Pizza“.

Weiters entstanden Acrylbilder auf Leinwand zu biblischen Themen, wie:
Jesus, der im Boot schläft, während seine Jünger sich furchtbar vor dem Sturm ängstigen. Wo er uns lehren will, egal, wie groß die Stürme des Lebens sind, lass uns ihm vertrauen. Oder wie Jesus einem seiner Jünger die Füße wäscht, welches das Geheimnis unserer Hilfsbereitschaft für einander ausdrücken soll.

Ein Gemälde stellt ein Mädchen dar, das auf einem großen, mächtigen, alten Baum kopfüber auf einem Ast schaukelt. Dieses Bild ist eine schöne symbolische Darstellung für unsere Schule, wie die junge Generation mit der schon etwas älteren unter einem Dach zusammenlebt. Hier an diesem Ort können verschiedene Generationen voneinander lernen und einander inspirieren. – Ein sehr ausdruckstarkes und in die Zukunft weisendes Bild.

Abschließend noch zu den Schattenportraits: „Du bist einzigartig und wertvoll.“ Mit Hilfe eines Overheadprojektors zeichneten die Schüler gegenseitig ihre Umrisse auf Papier, um sie dann noch auszumalen. Was wollten wir damit ausdrücken? Egal, ob groß klein, jung alt, dünn dick, welche Haut- und Haarfarbe: JEDER/JEDE ist einzigartig und wertvoll in Gottes Augen.

Bildergalerie

SchülerInnen stellen ihre Werkstücke in den Hausgemeinschaften vor und erklären genau den Herstellungsvorgang.
Kooperationspartner: Mag. Hattinger, Mag. Spörk

Bedanken möchte ich mich bei allen Projektbeteiligten, besonders bei Frau Notnagel, der Leiterin der Hausgemeinschaften, und ihrem Team für die große Unterstützung; bei den SeniorInnen und SchülerInnen für die engagierte Mitarbeit und bei allen KollegInnen, die an dem Projekt direkt mitgewirkt oder indirekt sich mit ihren Stunden daran beteiligt haben.
Ein großes Danke auch an Frau Mag. Herlinde Aichner, die die Bibliothek für intergenerationelles Lernen öffnete und auch eine Führung für SeniorInnen angeboten hat.

 

Evangelisches Gymnasium und Werkschulheim Wien, Erdbergstr. 222A, A-1110 Wien, Tel.: +43-(0)1-5038898